In Deutschland schlichen Eskimos um mein Haus und die ewige Schneeschauflerei hatte schmerzende Hände hinterlassen. Da war es eine willkommene Abwechslung, den Arbeitsplatz für eine Baustellenbesichtigung kurzfristig an die Copacabana zu verlegen. Ich hatte euch ja schon vom Bauvorhaben in Rio berichtet und nun sind es noch vier Monate bis zum Fertigstellungstermin. Die letzten Entscheidungen waren zu treffen, Materialien mussten ausgesucht und geordert werden, denn die Arbeiten laufen auf Hochtouren.
Hier ist ein Entwurf für eine der Terrassen. Darunter seht ihr, wie weit die Bauarbeiten bereits fortgeschritten sind.



Habe ich euch schon erzählt, dass ich Baustellen liebe? Es ist tatsächlich so! Mir kommen sie immer wie ein riesiger Spielplatz vor. Mit einem Sandkasten und den richtigen Förmchen entstehen hier ganz erstaunliche Dinge…

Ich kann natürlich verstehen, dass sich viele von euch bei solchen “Einblicken” nicht viel vorstellen können. Zum Glück gibt es auch sehr schöne “Ausblicke” — von der Baustelle direkt auf den Zuckerhut.

Auch Böden einkaufen funktioniert in Brasilien etwas anders. Das vielfältige Angebot schnell nachwachsender Hölzer ist ein Traum! Sie sind sehr gut im Außen- und zugleich im Innenbereich einsetzbar. Wir haben uns für Ipé Champagne entschieden. Das ist ein wunderschönes, lebendiges Holz in einem mittelbraunen samtigen Ton. Wenn ihr sehen wollt, wie das als Schiffsholzdiele fertig verlegt aussieht, müsst ihr euch noch etwas gedulden.

Rio ist ein wahres Einkaufsparadies und lässt für Privatleute und Bauherren keine Wünsche offen. Es zeigt sich hier natürlich auch, dass es nicht nur viel Armut, sondern auch sehr viel Wohlstand gibt. Hier eines der vielen sehr stylischen Küchenstudios. Es gibt hier in der gehobenen Preisklasse wirklich alles, was das Einkaufsherz begehrt.

Natürlich fehlt es auch nicht an erfrischenden Cocktails. Wenn du bei 35 Grad die meiste Zeit auf einer staubigen Baustelle verbringst, schmecken die Drinks am Abend natürlich doppelt so gut:-)

Immer präsent auch die Polizei. Ein ganz schöner und friedlicher Anblick, die Herren und Damen so hoch zu Roß (auch wenn “schön” hierfür sicherlich der falsche Ausdruck ist und der Eindruck sehr trügerisch sein kann)

Der Karneval ist in Rio nun voll im Gange. In der Stadt herrschte schon in der Vorbereitungszeit eine aufgeheizte Ausgelassenheit, die es wohl nur hier gibt und der man sich auch nicht entziehen kann…
Wieder in good old cold Germany angelangt, muss ich mich erst wieder an dicke Socken, Mütze, Schal und warme Handschuhe gewöhnen. Ist ja klar, dass bei uns unter diesen Wetterbedingungen und mit dieser Outfitgrundlage nie der Samba erfunden werden konnte.

Feiert schön und habt Spaß. Bei uns sagt man “Narri Narro”!!!
Februar 16, 2010 |
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…das kann Frau von Welt ja nicht deutlich genug betonen - und diese Wahrheit gilt global: von Berlin über Tokio bis nach Kuwait. Eben dort hat das Juwelier-Label „Octium”, das Schmuckstücke verschiedener exklusiver Designer anbietet, jüngst seine Pforten geöffnet. Gestaltet wurde das Interiordesign des Ladens von niemand geringerem als Jaime Hayon, der mit seinen fantastischen und clownesken Inszenierungen seit Jahren das klassische Designverständnis unterwandert.


Schon seit mindestens 15 Jahren ( ENDLICH! Allen verrückten und mutigen Designern sei Dank!!!) sind die Zeiten vorbei, in denen vermögende Menschen ihren Luxus mit Marmorböden, goldenen Wasserhähnen, kathedralen Wandbemalungen zeigten und sich protzig selbst inzenierten. Nun ja, einige tun es immer noch, aber die sind outer als out
Eine neue Form der Ästhetik und Geschmack mit viel Humor, aber auch Liebe zu neuen Materialien und Qualität erobert die Welt…


In diesem Fall ist Jaime Hayon wieder ein Geniestreich gelungen, der sogar von Kuwaitis verstanden wird: ohne Furcht vor Kitsch und opulenten Farb- und Formspielen hat er einen märchenhaften Ort geschaffen, an dem das Einzige, das wirklich ernst gemeint ist, vermutlich die Preise der Pretiosen sind.


Jaime - I Love it!
PS: An dieser Stelle ganz liebe Grüße von eurer Schwester an Marwan, Randa und Rada nach Kuwait…
Januar 30, 2010 |
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Ich hoffe ihr seid alle gut, gesund und glücklich in das Neue Jahr gerutscht und habt euch schon an die Jahreszahl 2010 gewöhnt.
Zum Ende des Jahres mussten noch einige Projekte fertig werden, unter anderem ein Aufenthaltsraum für das Studentenwerk in Freiburg. Vielleicht erinnert ihr euch? Ich hatte schon in einem Bautagebuch-Eintrag aus dem letzten Jahr von einem Kunstwettbewerb berichtet, bei dem skurrile Dekorationsobjekte gesucht wurden. Der Wettberwerb läuft noch, aber der Umbau der Raums wurde - wie heiß ersehnt - zu Weihnachten fertiggestellt.
Da es sich um ein Low Budget-Projekt handelt und der Raum vorher ziemlich nüchtern und kalt wirkte, hatte ich die Idee, hier etwas Schwarzwaldambiente zu zaubern. Lustig und preisgünstig. Und natürlich mit allen Klischees, die mit “Schwarzwald” verbunden sind.
Hier seht ihr den Raum vorher und nachher:

Der Bodenbelag wurde erneuert in frischem Maigrün, die Wände erhielten einen warmen Anstrich, eine Fototapete ziert eine große Wand und sorgt für nature feelings. Ein Holzpodest mit Kissen und Leselicht soll zum Chillen einladen.

Dieser Raum ist eigentlich ein Durchgangzimme. Damit man sich besser orientieren kann, haben wir auf einem Wanderwegweiser die Richtungen zu den einzelnen Abteilungen angegeben.


Ach ja, da war noch die Sache mit dem unschönen Getränkeautomaten, dem Leergut, einer mächtigen Türe…das haben wir so gelöst:

Damit der Besucher auch richtig auf Wald eingestimmt wird, darf natürlich ein Vogelzwitscher per Bewegungsmelder nicht fehlen

Das Jahr hat bei uns arbeitsreich begonnen. Vielen lieben Dank an dieser Stelle auch an Jessica, meiner Praktikantin, die sich richtig ins Zeug gelegt hat. Hier übt sie sich gerade im freien Zeichnen und im Umgang mit Pablo (Oder Pablo mit Jessica, wer weiß das schon so genau…). Es gab jedoch nicht nur Fun, sondern es wurde auch anspruchsvoll gearbeitet und wir zeichneten Entwürfe und Pläne für ein Hotel Ressort in Marrakech. Jessika, das hast du klasse gemacht! Bravo!!!



Jetzt wäre ich natürlich auch viel lieber in Marrakech, anstatt dem Schnee zuzuhören, welcher sich in Form von Minilawinen von meinem Dach verabschiedet. Aber was soll ich sagen?: “Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder, keine Frage!”
Januar 15, 2010 |
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Hallo ihr Lieben!
“Fast” ist Weihnachten vorbei. Ich hatte dieses Jahr wundervolle Tage mit vielen schönen und völlig unerwarteten Überraschungen, aber auch zwischenmenschliche Begegnungen der ganz besonderen Art.
Vielen Dank auch an die zahlreichen lieben Weihnachtsgrüße unbekannterweise von euch, den Bloglesern!
Ich wünsche euch allen noch einen gemütlichen Ausklang der besinnlichen Zeit, einen kraftvollen, inspirierenden und gesunden Start ins Jahr 2010.
Mit weihnachtlichen Impressionen aus dem Kutscherhaus verabschiede ich mich mit schneeweißen Grüßen!
Bis bald!
Eure Ines

Dezember 26, 2009 |
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Eigentlich sollte diese Wohnung mit Blick über die Dächer der Stadt von Freiburg nur eine standard-sanierte Musterwohnung geben. Dann gefiel die Wohnung aber allen Besuchern auf Anhieb so gut, dass der Bauherr nun auf mehrfache Anregung eine Ferienwohnung daraus machte.
Der Eingangsbereich soll Lust auf Freiburg machen, daher haben wir das Grün des Schwarzwalds an die Wände gebracht. Fotos aus der Region sollen auf erholsame Tage einstimmen, ein Stadtplan auf einem Tisch sorgt für schnelle Orientierung.


Die Wohnung befindet sich in einem denkmalgeschützen Haus, wurde bis auf die Grundmauern entkernt und komplett neu saniert. Auf der Baustelle sah es wirklich sehr abenteuerlich aus. Hier Impressionen während der Umbauphase:


Ein verwinkeltes Zimmer wurde zu einem großzügigen Badezimmer mit Blick auf das Freiburger Münster umgebaut. Schöne Ein- und Aussichten

Die Küche wurde zum Wohnzimmer mit einem Durchbruch geöffnet. Ein schöner Platz um ein kleines Frühstück einzunehmen. Während der Bauphase:

…und jetzt



Für gemütliche Abende sorgt dieses Wohn-Esszimmer. Mittlerweile ist die Baugenehmigung eingetroffen und wir freuen uns schon auf den nachträglichen Anbau einer großzügigen Terrasse. Durch Flügeltüren vom Wohn- und Schlafzimmer gelangt man künftig auf einen ruhigen Freisitz mit herrlichem Blick über die grünen Hinterhöfe Freiburgs.

Natürlich möchte ich euch die Schlafstätte nicht vorenthalten…

Diese wunderschönen Stimmungsbilder hat übrigens der Fotograf Roland Krieg gemacht. www.krieg-fotodesign.de

Das Jahr neigt sich zu Ende und genau vor einem Jahr im Dezember 2008 habe ich angefangen diesen Blog zu schreiben. Viele haben mich damals für verrückt erklärt
Es ist so viel passiert auf dieser Plattform, ich habe so viele Zuschriften bekommen, so viel Lob, ein reger Austausch entstand, es kamen Aufträge zustande und sogar einige wirklich schöne Bekanntschaften habe ich dadurch gewonnen. In über 18 Ländern dieser Welt verfolgen Menschen regelmäßig meine Einträge und alleine in Deutschland habe ich regelmäßig Besucher aus über 171 Städten zu verzeichnen, Tendenz steigend. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank für euren Zuspruch und euer Interesse. Ich freue mich weiterhin meine Inspirationen mit euch zu teilen zu dürfen. Ich wünsche euch eine genussvolle vorweihnachtliche Zeit, bis bald, eure Ines
Dezember 14, 2009 |
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Was ist eigentlich ein Talent? Und wie lang kann man ein solches sein? Wer als Talent gilt, so scheint es, muss nichts beweisen; und so mancher bleibt es ein Leben lang. Daran ändert auch der Zusatz „young” nichts. Überall ist in den letzten Jahren von Talenten die Rede. Man könnte meinen, es gäbe ständig Neuentdeckungen. Aber dem ist wahrlich nicht so. Oft wird die Auswahl nur variiert und neu zusammengestellt, der Titel der Talent-Fibel mit einem zusätzlichen Adjektiv versehen und das Vorwort neu geschrieben. In den Büchern selbst findet man mehr oder weniger die immer gleiche Riege an mehr oder weniger jungen Designern und Designerinnen, die mit durchaus interessanten Projekten auf sich aufmerksam gemacht haben. „Haben” ist dabei das Schlüsselwort, denn die Beispiele liegen nicht selten drei, vier Jahre zurück. Und so wird aus dem ehemaligen „young talent”, das in der Szene längst eine etablierte und unangefochtene Größe ist, eben ein „eternal talent”.
Zu den Klassikern unter den Talenten gehören beispielsweise Kram/Weishaar, gerne präsentiert mit ihrem „Breeding Table” aus dem Jahr 2005. Es war ein kluges und visionäres Projekt, aber warum die beiden damit nun auch wieder in das neue Buch von Hansjerg Maier-Aichen „New Talents. Stand der Dinge” aufgenommen wurden, bleibt unverständlich. Ebenso schwer nachvollziehbar ist, warum Jerzey Seymour mit seinen Projekten „Brussels Brain” (2005), New Order Chair und Living Systems (beide 2007) dazugehört. Wieder liegt das nicht an der Qualität des Designers und seiner Entwürfe, im Gegenteil. Der in Berlin geborene Kanadier ist heute nicht mehr aus der Designszene wegzudenken, den Status des hoffnungsvollen Talents indes hat er längst hinter sich gelassen. Gleiches gilt für Martino Gamper und seine wunderbaren „100 chairs” (2007) oder für Tom Price und seine „Meltdown-Chairs” (2007).
Matali Crasset, Jurgen Bey, Constantin Boym und Martí Guixé wurden bewusst mit angeführt, liest man in der Einführung der Publikation, weil sie schon in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts sehr eigenständige Produktvorstellungen vertreten und heute für einen nicht unerheblichen Teil der jüngeren Generation Vorbildfunktion hätten. Das stimmt, allerdings fragt man sich, ob jene junge Generation nicht längst die Vorreiterrolle für die nachkommende eingenommen hat, die tatsächlich noch unbekannte Talente bereit hält. Man braucht eben Talent, um eine gute „young talent”-Auswahl zu treffen. Und wer weiß, was noch alles in uns schlummert. Vielleicht sind wir ja am Ende alle junge Talente - mehr oder weniger.
New Talents - State of the Arts. Stand der Dinge
Herausgegeben von Hansjerg Maier-Aichen
Avedition, 2009
Broschiert, 192 Seiten, 24,90 Euro
www2.avedition.de





November 25, 2009 |
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Heute möchte ich vom Umbau eines Frühstückraumes berichten. Das Hotel die Halde liegt herrlich ganz hoch oben bei uns im schönen Schwarzwald. Im Tal mag zwar noch die Sonne scheinen, aber in den Bergen hat tatsächlich schon der Winter eingesetzt…

Seit zwei Jahren liegt mein Konzept des Umbaus vor und musste deshalb solange auf die Umsetzung warten, weil das Hotel eine unglaubliche Auslastung hat und es nie der richtige Zeitpunkt zum Umbau gab.
Dieses Jahr musste es dann aber doch sein und zum Jahresende wurde auf Hochdruck alles fertig gestellt.
So sah der Frühstücksraum vorher aus:

Während des Umbaus:

Und so sieht es jetzt aus:

Die Sitzplätze wurden optimiert, die Böden geschliffen und dunkler gebeizt, ein Podest eingebaut (damit der Saalcharakter entfiel), es wurde eine Steinwand zur Gemütlichkeit eingesetzt, sowie mit Stoffen, Farbe, Licht und Mobiliar das Ambiente grundlegend verändert.

Die Darbietung der Speisen wurde durch neue Möbel und Einbaulösungen nicht nur optisch, sondern auch praktikabler gestaltet. Die Farbe rot passt sehr gut zu diesem traditionellen Haus und den Räumen, die Wärme und Geborgenheit ausstrahlen sollen, deshalb haben wir daran bewusst nicht gespart.

Dieser Kunde legt größten Wert auf beste Qualität, Verarbeitung, und Natürlichkeit. Der Teppichboden ist aus reiner Schafswolle mir Biozertifizierung, die Tische aus regionalen Hölzern und massiv, die Möbel aus Altholz von hiesigen Schreinern maßgefertigt, es wurden ausschließlich handgewebte Hirtenstoffe eingesetzt und das Angebot des ganzen Hauses wird peinlich genau auf Herkunft und Nachhaltigkeit geprüft.

Und falls ihr jetzt Lust bekommen habt selbst einen kleinen Abstecher hierher zu machen, dann kann ich euch das Hotel nur wärmsten empfehlen. Es gehört nicht umsonst zu einem der besten Häuser in unserer Region: www.halde.com
November 20, 2009 |
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15 Jahre jung, in der 10. Klasse des Gymnasiums, hat sich Charlotte bei mir um ein 2 wöchiges Praktikum beworben, da sie später Architekur studieren möchten. Charlotte wurde von mir ins kalte Wasser geworfen und musste sich in vielen Disziplinen beweisen…

… z. B. in Entwurf, Konzept und Design. Es ist sein sehr schöner Werdegang zu erkennen, angefangen von den ersten Scribbles, bis zur fertigen Kollage. Wirklich erstaunlich, welche Fortschritte Charlotte in nur 14 Tage gemacht hat. Hier seht ihr die fertige Kollage und darunter die ersten Entwürfe.

Aber natürlich gab es auch jede Menge andere Punkte zu bearbeiten, wie beispielsweise das Mithelfen einer Einrichtung für eine Ferienwohnung, jede Menge administrative Arbeit in Word und Excel und nicht zu vergessen: “das gute alte “SCHÖNSCHREIBEN” von Hand”

Nach nun 2 Wochen intensiver Zusammenarbeit, hat man sich schon so richtig aneinander gewöhnt und nicht nur ich, sondern auch meine Hunde Pablo und Mimi.

Liebe Charlotte, viele Dank für deinen tollen Einsatz, wir wünschen dir viel Erfolg für die Zukunft!
Wir werden dich vermissen…
November 6, 2009 |
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VORHER

NACHHER

Ziel war es, aus einem in die Jahre gekommenen Café auf dem Unicampus einen Ort für Lesekultur zu gestalten. Das Ambiente sollte heller, freundlicher, moderner und auch akustisch verbessert werden.
Es gab allerdings Elemente, die nicht verändert werden durften, wie Boden, Theke und die Untergestelle der Tische. Also galt es aus der Not eine Tugend zu machen und die Substanz durch übergreifend geschwungene Formen und Farben aufzubrechen.

Es wurden außerdem Akustikdecken-und Wände eingebaut, eine neue Lichtsituation geschaffen, ein Internet-Terminal mit Zugriff zu dem FAZ Archiv installiert und das Kaffee Angebot wurde von dem regionalen Kaffeeröster Tee Peter erweitert.
Die fuchsia farbene Rückwand besteht aus Akustikelementen Namens “Flo” von dem Produktdesigner Karim Rashid. Für mich einer der großen Designer. Ich habe ihn schon persönlich kennen lernen dürfen und es ist mir seit dem noch mehr zum Wunsch geworden, Produkte von ihm in meine Projekte mit einfließen zu lassen. Ich finde ihn einfach sehr innovativ und richtig schön verrückt. Mehr Infos zu Karim Rashid unter: www.karimrashid.com

Bei den Sitzbänken haben wir die Wellenlinien der Wand aufgenommen, ganz praktisch, denn darunter befindet sich die Heizung und die warme Luft kann so gut zirkulieren. Natürlich durfte ein Polster im Rücken nicht fehlen, damit es schön bequem zum Sitzen, Kaffee schlürfen und Zeitung lesen wird.
Wir hatten eine unschönen Elektroschrank den wir unsichtbar machen wollten. Michael Bögle, ein regionale Größe in Sachen Kunst und Illustration, hat uns hierfür eigens ein Bild gezeichnet, was per Digitaldruck aufkaschiert wurde. Es soll das Innere der Kaffee Maschine darstellen. Wie ich finde sehr erfrischend und sehr gelungen. Mehr Infos unter www.boegle.de

Dies ist die erste FAZ Lounge in Freiburg gewesen, weitere in anderen Unistädten Deutschlands folgen.
Falls ihr noch mehr Bilder, während der Bauphase und auch danach sehen wollt:
faz-lounge-vorher-nachher-bilder
Es gab nicht nur positive Stimmen zu dem Konzept einer FAZ Lounge auf dem Unigelände. Hier ein Link zu einer Radiosendung:
http://www.echo-fm.uni-freiburg.de/archiv/mp3/FAZ192.mp3/archive_view
Mir hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, ein kleines Stückchen zu einer verbesserten Lesekultur beizutragen 
November 2, 2009 |
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Hallo zusammen, vielen lieben Dank für eure reichhalte Resonanz auf meine neue Büroausstattung. Ich habe mich sehr über eure Meinungen und den Zuspruch gefreut

In diesem Jahr verkündeten die Wohnzeitschriften vermehrt den Trend zu „Multikulti-Möbeln”, zu „Ethno-Style” oder „Interkulturellem Design” (Foto Cocoon von Moroso). Die neue Farbenfreude wird als Überwindung eines allzu glatten „Design-Stils”, als Ausdruck des Bedürfnisses nach Individualität und Unangepasstheit gewertet. Die Welt des Designs scheint sich fremden gestalterischen Tendenzen geöffnet zu haben. Mit ein paar Jahren Verspätung zur Mode ist „Ethno” im Möbeldesign angekommen und bezeugt eine multikulturelle Weltsicht, die fremden Kulturen und Traditionen Respekt zollen will. - Das ist schon viel, wenn man bedenkt, dass „Interkulturelle Kompetenz” vielen Unternehmen lediglich als Faktenwissen über Symbolik oder Farbsemantik gilt, um wirtschaftlichen Erfolg in anderen Kulturkreisen sicher zu stellen.

Ist es aber tatsächlich „Interkulturelles Design”, wenn Hella Jongerius für Ikea folkloristisch anmutende Wandvorhänge entwirft, die von indischen Näherinnen gefertigt werden, die sich sogar auf den Werken verewigen dürfen? Oder eher Imagepflege von Ikea, mit dem der oft kritisierte, weltweit agierende Einrichtungskonzern in einem Akt der Entwicklungshilfe Verantwortung zeigen will?

Und lässt es sich „interkulturell” nennen, wenn Afrikaner die Entwürfe westlicher Stardesigner für Moroso „im afrikanischen Stil” flechten dürfen?

Irgendwie hinterlassen viele Projekte, die zurzeit unter dem Label „interkulturell” behandelt werden, einen schalen Beigeschmack: Allzu häufig lassen sie einen gönnerhaften, unverhohlen kolonialistischen Blick auf die Exotik der Entwicklungs- und Schwellenländer erkennen. Denen glauben die Designmonopolisten wohl mal die Qualitäten ihrer eigenen Geschichte erklären zu müssen. Längst ist das kulturelle Crossover in einem leicht diffusen Gemisch mit Nachhaltigkeit, globalem Denken und sozialer Verantwortung zum Standardthema in den Designzeitschriften geworden. Da reicht es einem Journalisten schon mal, dass ein Produkt in Indien gefertigt wird, damit es als „politisch korrekt” gelten kann. Zwischen „Craft Punk” und „Tribal Style” muss die Begeisterung fürs Traditionelle und Völkerkundliche häufig schlicht als modischer Trend gelten: Ethno-Muster machen sich gut auf dem Sofakissen, gerade wenn es im Sommer auf dem Balkon ein bisschen bunter sein darf. Der Orientteppich ist als kontrastierendes Element im schlichten Interieur wieder gestattet oder als überfärbte Replik auf eine überholte Spießigkeit ins Wohnzimmer zurückgekehrt.

Das Schlagwort „Interkulturelles Design” ist ein Trendbegriff geworden, der häufig ungeachtet tatsächlicher interkultureller Kooperationen, ungeachtet wirklicher Austauschprojekte zwischen Designhochschulen oder verschiedenen Initiativen eingesetzt wird. Er wird oft auch dann bemüht, wenn wir auf Länder außerhalb unseres Design-Dunstkreises blicken und uns wundern, dass dort Design überhaupt stattfindet. Oder wenn sich ein westlicher Designer von einer fremden Kultur inspirieren lässt. Erst aber wenn es gelingt, zu einem selbstverständlichen gestalterischen Miteinander zu kommen, das über neokolonialistischen Habitus und westlichen Missionseifer hinausgeht, besteht die Chance, aus dem Verschmelzen der Kulturen wirklich Neues entstehen zu lassen: eine gestalterische Haltung, die mehr ist als die Applikation eines hübschen exotischen Musters auf eine westlichen Stardesigner-Entwurf. Und mit der wir endlich ein paar mehr indische, chinesische oder afrikanische Gestalter namentlich kennen lernen.

Fergana von Patricia Urquiola für Moroso
September 23, 2009 |
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Hallo meine Lieben,
schon vor längerer Zeit habe ich euch berichtet, dass ich mein Büro neu einrichte und eigens dazu Möbel entworfen habe, um diese vom Schreiner bauen zu lassen.
Jetzt nach vielen Monaten des Wartens ist es soweit, hier das Ergebnis:

Das ganze Unterfangen war gar nicht so einfach, denn die vielen Füße mussten Stück für Stück entworfen und gedrechselt werden. Es gibt nicht mehr viele Handwerker, die diese Technik beherrschen. Da es sich um Massivholzmöbel handelt und ich unbedingt cremefarbener Klavierlack wollte, waren viele Arbeitsschritte und gutes Aushärten notwendig, um dieses Ergebnis zu erziehlen.
In der Mitte des Tisches verlaufen in einer Klappe unauffällig sämtliche Kabel und in dem Sideboard habe ich nun endlich viel Stauraum für Ordner und Unterlagen.
Die Stühle sind von Vitra, die Sofas habe ich bei den neuen Wiener Werkstätten anfertigen lassen. Letztere schone ich noch mit einer Decke, bis meine Hunde “beide” kapiert haben, dass da nur und ausschließlich Menschen drauf dürfen. Wir üben noch….
Die ersten Reaktionen waren von “Wow, finde ich absolut genial” bis über ” Huch, damit kann ich gar nichts anfangen”. Da man sich im kreativen Bereich einer breiten Palette von Kritik aussetzt und ich alles wollte, außer multi symphatisches Design, kann ich natürlich mit allen Meinungen sehr gut leben

Ein lang gehegter Wunsch ist dieser kleine Schrank, der im Innenleben ein weiterer ausklappbarer Arbeitstisch, sowie viele Fächer und Schubladen verbirgt. Ideal um daran zu Nähen, Werkeln und zum Präsentationen Basteln.

Die neue Umgestaltung des Raumes hat mich dazu inspiriert mein Bücherregal neu nach Farben zu sortieren. Das ist nicht nur schön, sondern wie sich heraus gestellt hat auch sehr praktisch. Siehe da, aufeinmal finde ich per Handgriff meine Wunschbücher wieder, denn meistens kann ich mich noch an die Farbe das Covers erinnern.
Jetzt noch etwas ganz anderes:
Vielleicht habt ihr ja Lust bei einem Wettbewerb von einem meiner Kunden mit zu machen und so richtig schön kreativ zu sein.
Ich bin schon gespannt, was es zukünftig alles an wilden Kunstobjekten zu bestaunen gibt.


September 10, 2009 |
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Es wird immer toller hier, erst letzte Woche habe ich in meinem Garten einen riesen Frosch entdeckt, den ich zwar befreit, aber nicht geküsst habe und heute Nacht auch das noch…
Ich hatte die Balkontüre offen und im Augenwinkel sah ich einen schwarzen Schatten reinhuschen. Zuerst dachte ich voller Schreck an eine Ratte, aber nein, es war ein total frecher Igel, der es sich gleich hinter meinen Büchern bequem gemacht hat. Sicherlich wollte er etwas chillen, oder einfach nur ein gemütliches Schlafplätzen finden. Leider haben dann meine Raubtiere Mimi und Pablo Wind davon bekommen und sind hier fast im Dreieck gesprungen. Es wurde stürmisch gebellt und danach um die Wette geschnüffelt.

Also wieder eine Nacht-ohne-Nebel-Befreiungsaktion
Husch husch und schon isser wieder weg…Ich auch, 3.51 Uhr, Samstag morgen, gute Nacht Freunde
August 29, 2009 |
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Es ist noch gar nicht so lange her, da sind wir gesegelt. Von der Türkei nach Griechenland und wieder zurück.

Einer der schönsten Zwischenstationen war für mich war in “Gümüslük”, einem kleinem süßen Ferienort in der Türkei. Hier entdeckten wir ganz einsam und verlassen beim Paddeln eines morgens dieses herrliche Restaurant…

Zunächst ziemlich unscheinbar, jedoch bei näherer Betrachtung höchst interessant…

Sogan Sarmisak, hier kocht eine wirkliche Grand Dame höchst persönlich in ihrem alten Steinhaus, dessen Türen im Sommer für Gäste und Freunde geöffnet sind.

Wir haben zwar das meiste nicht verstanden was auf dieser Karte stand, aber in der Küche wurde schon fleißig Gemüse geschnippelt, Zwiebeln geschmort und uns lief augenblicklich das Wasser im Mund zusammen.

Hier gefiel es uns, denn war es richtig schön bunt und schrill und viel Strandgut und Fundstücke jeglicher Art wurden wild in Szene gesetzt.


Abends wurde alles über und über mit Kerzen in ein Lichtermeer verwandelt und ihr werdet es nicht glauben…das Lokal ist auf Wochen im voraus ausgebucht. Wen wundert’s? So einfach kann Erlebnisgastronomie aussehen:-)

Oft erinnere ich mich an den Strand meiner Träume zurück und jedesmal schmelze ich förmlich dahin
Schaut Mal vorbei wenn ihr in der Ecke seid, es lohnt sich!
http://bodrumonline.biz/ssarmisak.htm
August 17, 2009 |
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…dieser Gedanke hat mich die letzten Tage inspiriert und so ist ganz aktuell dieses Bild entstanden. Tusche und Aquarell Farben dienten dazu, diese Stimmung auf das Papier zu bringen. Ich hoffe, es gefällt euch:-)

Mal abgesehen von dem vielen Regen, kam heute auch ab und zu die Sonne durch. Wer hat eigentlich sein Tellerchen nicht leer gegessen, dass wir so einen verregneten Sommer mitmachen müssen?

August 2, 2009 |
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