Love Affair With EVERYDAY LIVING

Zugegeben, etwas GARTENverrückt muss man schon sein, wenn man sich eine knapp 2000 qm große Wiese direkt an einem Fluß kauft. Aber das bin ich: absolut grünsüchtig, wild darauf, meine Hände in gut duftender Erde zu vergraben und anzupflanzen, was das Zeug hält… Für mich ist das die beste Art der Entspannung — und ich kann davon einfach nicht genug bekommen!

Letztes Jahr im Sommer habe ich mir glücklicherweise diesen lang gehegten Wunsch erfüllen können. Nach jahrelanger intensiver Suche fand ich endlich ein kleines Naturparadies, nicht weit von meinem Wohnort gelegen.

Im letzten Herbst ließ ich acht Obstbäume vom Gärtner anpflanzen. Einen wunderschönen Apfelbaum gibt es zwar schon, aber ich habe mich für bunte Vielfalt entschieden. Folgende Obstsorten sollen hier blühen und Früchte tragen:

ein Apfel “Roter Boskoop”

ein Apfel “Freiherr von Berlepsch”

eine Zwetschge “Hanita”

eine Süßkirsche “Regina”

eine Mirabelle “von Nancy”

eine Birne “Gräfin von Paris”

eine französische Aprikose

und ein roter Weinbergpfirsich

Der nächste Schritt für dieses Frühjahr wurde gestern gemacht: mit familiärer Unterstützung habe ich ein Gemüsebeet angelegt.

Morgens waren wir schon die ersten an der Grünschnittstelle und haben uns mit reichlich Pflanzenerde eingedeckt. Hier mein Cousin Frank — schon unverschämt gut gelaunt.

Aus Bauholzdielen haben “wir” (ääähem… ich meine Frank ! Vielen lieben Dank nochmal an dieser Stelle!) stabile Rahmen gebaut, die Grasnarbe abgelöst und die künftigen Hochbeete genau ausgerichtet. Um genau zu sein - sehr präzise ausgerichtet, denn die Jungs waren beim Ausmessen außerordentlich penibel…

Nach dem Abstechen des Bodens ist wunderbare Erde zum Vorschein gekommen. Wir konnten es selbst nicht glauben: butterweich, ohne Steine und mit wunderschöner Farbe. Das liegt sicherlich daran, dass zuvor 15 Jahre Nachbars Schafe hier geweidet haben. Das dürfen sie natürlich immer noch, nur ganz gezielt und umzäunt, sonst bleibt vom künftigen Gemüsegarten nicht mehr viel übrig. Hier meine lebenden Rasenmäher. Sind sie nicht süß?

Bis wir die zwölf Beete platziert und mit insgesamt vier Kubik frischer Pflanzenerde befüllt hatten, dauerte es schon den ganzen Tag. Zum Glück wurden wir zwischendurch immer wieder mit etwas Sonne belohnt.

An tatkräftiger Unterstützung hat es natürlich auch nicht gefehlt. Hier Tim bei der Arbeit — und ich möchte jetzt bitte keinen Kommentar hören von wegen Kinderarbeit und so :-)

Auch ein wildfremder Junge aus der Nachbarschaft stand auf einmal da und hat fleißig bei den Aufräumarbeiten rund um einen frisch gefällten Baum mitgeholfen. Man beachte bitte die coole Sonnenbrille und den hoch konzentrierten Blick.

Am späten Nachmittag hatten wir unser Werk vollendet. Nun kann ich es kaum erwarten, kleine Pflänzchen einzusetzen. Vielleicht fragt ihr euch, warum wir uns für Hochbeete entschieden haben. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es wesentlich rückenschonender ist, so zu arbeiten (Ich werde auch nicht jünger). Kleiner Effekt am Rande: Die Schnecken bleiben somit auch etwas auf Abstand.

Das ist erst der Anfang. Ich habe noch viele Gartenträume, z. B. den von einem Rosengarten, einem Badehaus samt Badesteg, einer Outdoorküche usw. Ich werde euch weiterhin von meinem kleinem Countryprojekt berichten. Versprochen!

Bis bald, eure GARTENkatalogverschlingende Ines


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