Archiv für die ‘Für dich entdeckt’ Kategorie

Für dich entdeckt!

Dienstag, April 28th, 2009

Ich habe heute einen supersüßen Blog (Internet-Tagebuch) entdeckt unter:

Blog für dich entdeckt

Kate ist eigentlich Studentin und bastelt gerne. Ihre netten Arbeiten aus Papier kann man auch erwerben. Gerade in England und USA ist es mittlerweile trendy, Dinge selbst zu machen, und auch zu verkaufen. Man spricht von “crazy crafting”. Die bekannteste Internetplattform hierzu ist etsy

Auf diesem Blog ist auch Kate’s Hochzeitsvideo zu sehen. Jetzt denkt ihr sicher: Hochzeitsvideo? Gääähn…! Also ich stehe auch nicht auf Hochzeitsvideos, aber bei diesem Filmchen geht euch das Herz auf, versprochen! :-)

Ihr könnt es anschauen unter:

Hochzeitsvideo

Viel Spaß dabei und bis bald! Eure Ines

Veilchenduft und Hyazinthenflut

Montag, April 6th, 2009

Wow, der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten! Die letzten Tage war es so warm und die Natur steht kurz vor der Grünexplosion. An den schön altmodischen Schrebergärten (meiner Lieblingshundespazierstrecke) duftet es üppig nach Veilchen. Das erste Frühstück im Garten, der erste milde Abend – wie habe ich das vermisst.

Dieses Geschäft habe ich am Wegesrand in Günterstahl bei Freiburg entdeckt. Fand ich irgendwie frühlingsmäßig frisch und sehr süß mit der Kreideschrift auf dem Schaufenster. Kein Werbeschild der Welt könnte ein besseres Resultat erzielen. So einfach kann Werbung sein.

Am Wochenende war ein Freund (Stefan) zum wiederholten Male bei mir und wir haben gemeinsam einen kleinen Videofilm über den Messeaufbau der h&h in Köln geschnitten. Das war gar nicht so einfach, denn meine neue Kamera ist wohl so ultramodern, dass deren Dateiformat nicht von einer professionellen Schnittsoftware gelesen werden kann. Wir sind fast verzweifelt. Mit einem Konvertierungsprogramm hat es dann eeendlich geklappt. Allerdings mussten wir die High Definition-Qualität wieder runter rechnen auf Youtube Qualität. Tolle Technik! Danke an Stefan für deine Zeit, Mühe und der Nachtschicht von Samstag auf Sonntag.

Hier könnt ihr euch meinen/unseren ersten selbst gemachten Film ansehen. Ich freue mich über euer Feedback:

http://www.youtube.com/watch?v=OpG_gvC0_BE&feature=channel

Bis bald! Eure Ines

Die Franzosen zeigen Humor

Sonntag, März 8th, 2009

Während es draußen regnet und schneit, erstrahlt die neue Werbekampagne von Pomdapi voller Lebensfreude und Humor. Es handelt sich zwar um Kinderschuhe, aber auch ohne Kind hat man seine wahre Freude an diesen Bildern…superlach:-) Mehr davon unter:

http://www.pomdapi.fr/va/accueil.php

Nicht nur bei den Kleinen geht es bunt und romantisch zu, sondern auch bei den Großen, mit den großen Geldbeuteln. Ich traute kaum meinen Augen beim Katalog Durchblättern des Luxus-Traditions-Unternehmens Hermes aus Paris.

Und was lese ich da?

“Schildkröte, Hamster, Kaninchen oder Giraffe: Die Qual der Wahl. Schließlich habe ich mich entschieden. Ich werde ihn streng erziehen. Er darf nicht in meinem Zimmer schlafen. Die Ernährung ist ausgewogen und regelmäßige Wochenendausflüge aufs Land sind geplant. Was noch? Ach so, ich habe ihn “Honoré” genannt. Ein hübscher Name für ein Kaninchen, nicht wahr”

Und was sehe ich da?

Auf den letzten Seiten kommt es noch besser: Krawatten mit Glücksklee, Maikäfer, Spielkarten, Würfeln und Pferdehufe - na Bitte, da sagt Mal einer es lässt sich in der Finzanzkrise als Bankangestellter nicht die richtige Krawatte finden.

Mehr unter www.hermes.com

Ich wünsche euch einen humorvollen Start in die Woche, eure Ines

Der Tapeten-Magier

Freitag, März 6th, 2009

Von farbloser Tapete zu einem paradiesischen Narzissenreigen: Der Holländer Wouter Dolk überrascht mit altmeisterlicher Tapetenkunst, die in seinem Kölner Atelier entsteht. Eigentlich wollte der 44-Jährige Maler oder Gärtner werden. Mit seiner Arbeit der Tapetenmalerei hat er sich beide Kindheitsträume erfüllt. Das Prinzip: Auf säurefreies Papier werden Schicht für Schicht wasserverdünnte Farben aufgetragen – eine aufwändige, jahrhundertealte Technik. Die Tapete lässt sich dann je nach Wandbeschaffenheit direkt aufkleben oder wird auf einen Rahmen gespannt. Dolks Arbeit hat ihren Preis: etwa 1.000 Euro kostet der gemalte Quadratmeter. Mit einem französischen Spezialteam von Altmeistern des Tapetenklebens, reist Dolk zu seinen internationalen Kunden.

Wouter Dolk ist ein Multitalent und neben den Entwürfen für Porzellan, hat er nun auch das vollständige Interiordesign der Villa Leonhart in Königswinter ausgearbeitet und das äußerst stilvolle Feinschmeckerlokal hat nun seine Pforten geöffnet. Mehr Impressionen unter: http://www.villaleonhart.de/index.html

Wouter Dolk ist bei dem ganzen Erfolg und Trubel sehr bescheiden und bodenständig geblieben und es ist mir immer eine Freunde, mich mit ihm auszutauschen. In 14 Tagen bin ich wieder in Köln und vielleicht schaffen wir es uns in seinem Atelier zu treffen. Wouter Dolk steht auch auf der Liste der Kreativen, mit denen ich gerne einmal ein Projekt realisieren möchte. Ich werde euch auf dem Laufenden halten…

Mehr Infos unter: http://www.wouterdolk.com/

Hasch mich, ich bin der Frühling!

Sonntag, März 1st, 2009

Was war das für ein schönes Wetterchen am weekend…die Sonne hat sooo gut getan. Nach dem Besuch einer Gartentraummesse (war eher ein Alptraum und nicht der Rede wert) ging es ab in mein Lieblingscafé, das Blumencafé in Lehen. Für alle die es noch nicht kennen, es ist schon seit Jahren mein unangefochtener Favorit. In einer Baumschule, in einem alten Blumenbindhaus, entstand diese Wohlfühloase einer Floristin, die gepflegte Café-Kultur mit wechselnder und wirklich wunderschöner Floristik verbindet. Immer ein Besuch wert: http://www.blumencafe.de/

Danach habe ich so richtig Lust bekommen in meinem Gärtchen, aus einer Winterschlammschlacht ein duftiges Etwas mit vielen Frühlingsblühern zu gestalten. In der Gärtnerei traf ich einige Nachbarn und wie es so bei Blumenliebhabern ist, richtet sich der erste Blick in den Einkaufswagen…was da wohl schönes, buntes, frisches und duftendes aufgeladen ist…und erst der zweite Blick bringt dann ein freudiges “Ja Haaaalo” heraus.

Achso, mittlerweile hat es sich hier im Viertel wie ein Lauffeuer herumgesprochen, dass ich zwei Hundis habe und ich weiß nicht wer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, aber irgendwie sagen alle die mich das erste Mal mit den Dogys sehen: “Achso, die haben ja Haare, wir dachten, dass sind afrikanische Nackthunde.” Also hier ein Beweisfoto für alle (!), meine Hunde haben Haare, fressen keine Bananen, gehen nicht auf die Jagt und tanzen Nachts nicht ums Lagerfeuer :-) Aber was nicht ist, kann ja noch werden…hihi

Paris ist immer eine Reise wert…

Donnerstag, Februar 26th, 2009

…Trendprognosen sind nicht immer ganz frei von Peinlichkeit. Li Edelkoort gilt seit langem als einflussreichste Vertreterin der Branche. In Paris ist zurzeit ihre Ausstellung „Archeology of the Future” zu sehen, mit der sie erstmals ihre Arbeit und die gestalterischen Entwicklungen der letzten zwanzig Jahre vorstellt. Ohne sich dabei zu blamieren.

Es ist wohl eines der großen Erfolgsgeheimnisse der Niederländerin Li Edelkoort, dass sie nicht den Fehler macht, Zukunftsprognosen - für die es nun mal keine gesicherten Daten gibt - mit pseudo-wissenschaftlichen Erklärungen oder Marketingfloskeln zu rechtfertigen. Sie verlässt sich ganz auf ihre subjektive Wahrnehmung, filtert alle Informationen in ihrem Kopf und verdichtet sie zu überzeugenden Langzeit-Prognosen. Sie schafft es, in ihren Trendbüchern oder Magazinen mit Bildern von Menschen, Pflanzen, Objekten, Materialien und Farben, ihre Eindrücke von zeitgenössischen Entwicklungen so emotional und stimmig zu vermitteln, dass sie damit selbst nüchterne Zeitgenossen zu berühren und Trendforschungsskeptiker zu überzeugen vermag. Anders ausgedrückt: Wenn schon Zukunftsvisionen, dann wenigstens mit ehrlichem Pathos und nicht als Wissenschaft verkleidet.

Die 1950 geborene Lidewij Edelkoort zog 1975 nach Paris und baute seitdem ein Trend-Imperium aus ihrem Büro „Trend Union”, diversen Consultingunternehmen, einem Verlag mit Magazinen wie „view on colour” und „bloom” und Niederlassungen in Paris und New York auf. Sie gilt als eine der einflussreichsten, vielleicht sogar als die bedeutendste Trendforscherin der Welt. Sie berät Unternehmen wie Camper, Gucci, Moooi, Nissan oder Siemens zu Trendentwicklungen und Lebensstilen. Farbtrends, die sie prognostiziert, werden von den Herstellern begeistert aufgegriffen und in Produkte umgesetzt, die dann im Laden ihre Prognose bestätigen. In den vergangenen zehn Jahren hat sie darüber hinaus als Präsidentin der Designakademie Eindhoven den Ruf der Schule als Kaderschmiede des Avantgarde-Designs verstärkt. Natürlich ist es auch die Aura der Person Li Edelkoort, die zu ihrem Erfolg beigetragen hat. Zwar sieht sie es angeblich nicht gerne, wenn sie in den Medien als „Seherin” oder „Hohepriesterin ” betitelt wird, doch wer in wallenden Gewändern und mit streng nach hinten gekämmten Haaren bedeutungsschwere Zukunftsprognosen ausspricht, die keinen Widerspruch dulden, darf sich über religiöse Assoziationen nicht wundern.

In der Ausstellung „Archeology of the Future”, die seit Ende Januar im Pariser Institut Néerlandais zu sehen ist, werden erstmals die vergangenen 20 Jahre ihrer Arbeit vorgestellt. Wie nicht anders zu erwarten, ist es keine Ausstellung, die nüchtern Edelkoorts Trendbücher oder Prognosen präsentiert und mit der Wirklichkeit vergleicht, sondern eine außergewöhnliche Inszenierung der großen Lifestyle-Tendenzen der letzten zwanzig Jahre, „eine Zeit der Horrorgeschichten”, so Edelkoort, „und eine Zeit der kreativen Reaktionen auf die Angst”. Es ist eine eindrucksvolle und gelungene Ausstellung, in der Edelkoort eine Fülle von Designentwürfen, Objekten, Fotos und Filmen zu Stilleben und Wunderkammern arrangiert, die ihre Prognosen noch anschaulicher machen als ihre Magazine. Dafür hat sie die von ihr ausgemachten gestalterischen Strömungen der letzten zwei Jahrzehnte zu handlichen Begriffspaaren zusammengefasst: Body und Soul, Global und Local, Flora und Fauna, Urban und Rural, Armour und Amour, Abstraction und Narration.

 

Schon im Eingangsbereich der Ausstellung empfängt den Besucher eine Armada von Teddybären, die Li Edelkoort bereits in ihrem ersten Trendbuch von 1987 als soziologisches Phänomen analysierte, in dem sich eine neue Sehnsucht nach Kindheit und Unschuld ausdrückt. Sie erzählt die Geschichten von Trend-Phänomenen wie der Farbe Pink, dem Nude-Look, der wiederentdeckten Begeisterung für Lebensmittel, Gärten und Pflanzen. Sie zeigt die gestalterische Auseinandersetzung mit den Themen Körper und Alter, mit Traditionen, Brauchtum und Handwerk auf. Oder sie veranschaulicht - im ersten Stock der Ausstellung - mit Objekten von Hella Jongerius, Vincent van Duysen, Julian Opie, Jurgen Bey oder Studio Job ihre Prognose von einem “neuen ländlichen Leben”, das wir in den nächsten Jahrzehnten anstreben und aufbauen werden.

Sag ich’s doch, lasst uns in Biokapital investieren…eigenes Obst, Gemüse, autarkes Leben und County Chillen ins so einem schicken Kleidchen…ganz meine Devise:-)

Falls ihr noch Lust auf mehr Bilder von der Ausstellung habt: li-edelkoort1

Oder hinfahren und selbst anschauen…es lohnt sich!

„Archeology of the Future - 20 Years of Trend Forecasting with Li Edelkoort”
22. Januar bis 8. März 2009
Institut Néerlandais, Paris
www.institutneerlandais.com

27. März bis 31. Mai 2009
Designhuis Eindhoven
www.designhuis.com

Flohmarkt Romantik

Sonntag, Februar 22nd, 2009
Gestern war ich auf dem Flohmarkt mit meiner Freundin Sabine. Die Ausbeute war gering, dafür sehr romantisch. Wie gefällt euch diese Lady mit frühlings geschmücktem Blüten-Duft-Haar?

 

Irgendwie eine ganz schöne Mode aus längst vergessener Zeit sich mit frischen Blüten zu schmücken. Meine Erinnerungen schweifen hier auch nach Indien, wo ich es geliebt habe frische Blumengirlanden als Halsschmuck zu tragen. Als ich Kind war, lebten wir in Beirut und Kinder an den Ampeln verkauften dort frische Jasmin-und Orangenblütenketten. Wir kauften immer eine für mich, welche für meine Freundinnen und steckten uns die Blüten ins Haar, oder trugen sie als Armband. Noch heute assoziiere ich mit dem Duft von Jasmin die schönsten Kindheitserinnerungen…

Nicht weniger schön ist die Vorstellung mit seinem Liebsten ein kleines Picknick in der schönen Natur zu machen. Per Fahrrad vielleicht etwas beschwerlich, nicht nur mit der Angebeteten auf der Stange, sondern auch mit Taschen voller Leckerein :-) Die moderen Variante per Roller ist auch nicht zu verachten.

Interessant welche Reaktionen mein letzter Blogeintrag über Zaha Hadid hervorgerufen hat. C. aus H. schrieb:” super lila Latex Treter, die will ich haben”. O. aus B. schrieb: “du schreibst schon wie die Magazin Tussis” und D. aus F. schrieb: “Ich tue mich damit ein wenig schwer, nicht dass ich Ihre Arbeit nicht schätzen würde. Nur sind diese globalen Superstarts selber zu einem Trademark geworden. Hinten dran eine riesiger Marketing- Promotion- Apparat. Die saugen dann förmlich alles auf und bestimmen was trendy ist, auch wenn viele Ideen nicht von Ihnen selbst sind. Das was Du unter „Herzerfrischende Konzepte“ beschrieben hast finde ich viel spannender, da gibt es so was wie sich selbst nicht so erst nehmen, Zitate, Ironie, Brüche, Humor, irgendwie menschlicher, nicht so perfekt.”

Danke für eure Meinungen, es ist schön sich mit euch auszutauschen!

Ich wünsche euch allen eine närrische Zeit und treibt schön die Wintergeister aus, damit der Frühling in geballter Ladung Einzug halten kann. Bis bald…ziggizaggihoihoihoi

Von Kopf bis Fuß auf Zaha eingestellt:

Sonntag, Februar 15th, 2009

Sie ist zickig, tierisch, wild, hemmungslos, macht was sie will, verhält sich wie ein Mann, zeigt sich wie eine Frau und dafür liebe ich sie…Nicht nur Bauwerke, Raumfiguren, Sofas, auch Schuhe gibt es demnächst in Zaha Hadids dynamischer Handschrift.

Dass Zaha Hadid ein rundherum zukunftsorientiertes Phänomen ist, wussten wir schon lange. Schließlich sind die kühnen Kurven und in Beton gegossenen Kapriolen der in Bagdad geborenen Architektin nicht nur schnöde Nutzbauten, sondern viel mehr: Bekenntnisse zu einer Lebensauffassung, die unbeirrt nach vorne blickt und statt des Stillstands die Dynamik in sich trägt. Es entspricht daher der Sache selbst und ihren Prinzipien, dass Zaha Hadid Architects nicht nur Museen, Fabriken, Bahnhöfe und Feuerwehrhäuschen entwerfen, sondern auch Blumenvasen, Besteck und Sofas. Ob diese Alltagsgegenstände nun immer praktikabel sind, mag dahingestellt bleiben, kommt einem aber angesichts der Strahlkraft des Gesamtwerks fast nebensächlich vor. Hier geht es um Visionen! Um Weltanschauungen! Nicht um lieblose Routine.

Einer der letzten Design-Coups von Zaha Hadid entdeckt nun ein neues Feld für sich, nämlich die Mode. Sicherlich war sie schon immer ein Thema, wenn auch nicht als kurzweiliger Ausdruck einer Saison. Die Londoner Architekten entwarfen kürzlich schillernd glänzende Sandalen aus Kunststoff, ohne Nähte und - wie nicht anders zu erwarten - äußerst dynamisch! Das Gehwerk macht die Entwurfsansätze von Gebäuden sichtbar, windet sich um den Fußknöchel und wickelt sich auf kurvigem Keilabsatz in Richtung Knie. Zukunftsträchtig sind die Sandalen, aus einem Guss gefertigt als ob’s selbstverdichtender Beton wäre. Wer diese Schuhe trägt, muss über dem Boden schweben: wasserdicht, Recycling-tauglich, und der Zukunft zugewandt. Vielleicht muss man sich sogar wie in einem Science-Fiction-Film mit Zahas Schuhen fühlen. Doch das ist nur eine Vermutung. Gerne hätten ich ein Exemplar getestet, um zu beweisen, dass Zahas Schuhe viel mehr sind als schnöde Gummilatschen. Doch leider muss der Test noch warten, denn die Sandalen sind noch nicht im Handel. Sie wurden für den Brasilianischen Schuhhersteller Melissa entwickelt, der sich auf Kunststoff spezialisiert hat und neben Flipflops von Gisele Bündchen, Entwürfen von Vivienne Westwood oder den Campana Brüdern nun auch Zahas Schuhe in sein Sortiment aufnimmt. Als Limited Edition in insgesamt acht Farben. Ein Paar soll 200 Euro kosten und in Europa schon bald im Dover Street Market in London zu haben sein. Wie viele Exemplare es insgesamt geben wird, ist noch ungewiss, doch schon ab nächster Saison könnte die extravagante Fußbekleidung für Furore sorgen, an einem der berühmten Strände von Brasilien oder vielleicht doch irgendwo in Europa-

Genial finde ich auch den Film über den Musterbau im XXL Format in Youtube…Gugsch du?

http://www.youtube.com/watch?v=tH__AUxugvo

Herzerfrischende Konzepte

Montag, Februar 2nd, 2009

Wozu ist ein Hotelgast bereit Geld auszugeben? Sicherlich nicht mehr für 0-8-15 Konzepte. Das Maß der Übersättigung ist voll, Ware von der Stange und seriell hergestellte Produkte und Hotelzimmer sind austauschbar. Umso schöner, dass sich ein Trend entwickelt, der komplett gegen den Strom schwimmt und damit auch noch erfolgreich ist.

Beispielsweise das Hotel Hostel Lounge Superbude in Hamburg www.superbude.de hat den Best European Interior Design Award gewonnen und setzte bei den European Design Hotel Awards 2008 gegen starke Mitbewerber wie die Sure Bar (Dublin), das The Vincent Hotel (Southport) oder das Fontana Park Hotel in Lissabon durch.

 

Die Designidee war es, Materialien und Dinge sinnentfremdet zu verarbeiten und dabei spielerisch einen neuen Zweck zu schaffen. Zum Beispiel wurden Kühlschränke aus Überseekisten gebaut, Wasserrohre zu Regalen verbaut, Sofas mit gebrauchten Jeans überzogen und Mausefallen wurden zu Zeitschriftenklemmleisten umfunktioniert. Möbel aus Paletten und dicken Seilen sollen an den Hotelstandort Hamburg erinnern.

 

Auch Kunst und Design präsentiert sich anders anlässlich der Möbelmesse Köln 2009:

 

In einem Hinterhof in Ehrenfeld steht von Meiré und Meiré eine Black Box (www.meireundmeire.de ein Besuch der HP lohnt sich, das ”Farm Project” ist eines meiner Lieblingsprojekte von MM, ein Multitalent, der sich selbst Art Director, Fotograf und Künstler nennt, nebenbei noch Architektur und vieles mehr tut). Hier präsentiert der exklusive Hersteller von Badearmaturen www.dornbracht.com den aktuellen Beitrag von Mike Meiré, die Ausstellung „Global Street Food”. Zwischen rollenden Imbisswagen, zusammengesammelt aus aller Welt, gibt es ganz stilecht Häppchen in Bambusschälchen und auf Kiefernholz. Die Installationen improvisierter Küchen, die man zwischen Timbuktu und Honulu auf Straßen, an Häuserecken und mitunter sogar auf dem Wasser findet, stehen vor den neutralen Wänden eines White Cubes.

Ich kann es nur befürworten, dass das UNPERFEKTE, INDIVIDUELLE und das EINFACHE immer mehr Einzug in unsere vermeintlich perfekte, coole und gestylte Welt hält.
Wer hat das nicht schon erlebt, in einer Seitengasse irgendwo ganz unspektakulär auf dieser Welt… eine kleines Restaurant, grelles Neonlicht, olle Stühle, Wachstuchtischdecken, ein grinsender Kellner, herrlichen Wein, göttliche Pasta und einen unvergesslich schönen Abend…

Geschichten vom Harlekin - Jaime inspiriert mich sehr!

Freitag, Januar 30th, 2009

Bücher mit Goldschnitt wollen unbedingt auf sich aufmerksam machen und ihre Wertigkeit zur Schau stellen. Oft sind es besondere Gebetsbücher oder Bibelausgaben. Die ledergebundene Jules Verne-Ausgabe in meinem Bücherregal hat gold glänzende Schnittkanten, und jetzt gibt auch noch Jaime Hayons kürzlich erschienene Monografie damit an. Den satten Überfluss in Buchform ganz ungeniert zur Schau zu stellen, mag nicht unbedingt zu den jüngsten Entwicklungen passen. Doch der Band des spanischen Designers erschien noch in den goldenen Zeiten vor der Wirtschaftstalfahrt. Und als Geste passt der Goldschnitt ohnehin treffsicher zu Hayon: Der kreative Clown aus Barcelona entwickelt seine Ideen ohne Angst vor Geschmacksverirrungen und Kitsch. Die Übertreibung, das Märchenhafte und das barocke, opulente Farb- und Formenspiel sind seine Wegbegleiter, sein Skizzenbuch eine Art Bibel, die eine in fantastisch abdriftende Sicht auf die Welt enthält und das kindliche Staunen aus der Sicht eines Harlekins beschreibt.

 Hayons buntes Bilderbuch breitet den Kosmos des Designers und Künstlers in vielen Zeichnungen, Fotos und Collagen aus. Die Monografie zeigt Auszüge aus seinen großartigen Skizzenbüchern, schildert Projekte und erzählt Geschichten von Prototypen, fertigen Produkten und Ideen, die nicht für die serielle Herstellung bestimmt sind.

Jaime Hayons Ansichten, sein Humor und seine Arbeiten müssen nicht jedem gefallen. Aber in sich stimmig ist die Märchenwelt des Spaniers allemal - seine Haltung gegenüber der Welt und dem Design kann offenbar auf einen enormen Fundus an kreativen Ideen zurückgreifen und sich dabei ständig selbst erneuern.

Vor vier Jahren hat ihn noch keiner gekannt, mittleweile spricht die ganze Designer-Welt über ihn. Ich bin sehr gespannt, was wir noch von ihm sehen und hören werden….

Jaime Hayon Works
Von Jaime Hayon, in Englisch, Gestalten Verlag 2008, gebunden, 320 Seiten, € 69,90

www.gestalten.com

Eine Architektur für den Freiraum

Mittwoch, Januar 28th, 2009

News von der Möbelmesse Köln 2009
Als Kind war ein Baumhaus überhaupt das Größte. Wer keines hatte, der baute sich Buden im Kinderzimmer oder suchte sich irgendwo am Rand des von den Eltern autorisierten Bereichs ein Geheimversteck. In der Welt der Erwachsenen hingegen schläft man nicht mehr im Doppelstockbett oder fährt erst dann wieder Zelten, wenn man selbst kleine Kinder hat. Doch wird dieses Verlangen nach einem Rückzugsort mit dem Älterwerden tatsächlich schwächer? Oder werden solche Bedürfnisse mit Angeln gehen oder Gesichtsmasken kompensiert?

Der Designer Eric Degenhardt und die Firma Richard Lampert stellten auf der imm cologne unter dem Namen „Landed” einen besonderen Prototyp vor. Denn Landed ist eine Raumzelle für den Freiraum. Eine Mikroarchitektur zwischen Haus und Ding, „zwischen Wohnen und Transport, zwischen Wasser und Land, zwischen Himmel und Berg”, so Eric Degenhardt. Mit diesem Projekt könnte der Schrebergarten wieder salonfähig und gleichzeitig aus der spießigen Ecke geholt werden. Der zwanzig Kubikmeter große - ja richtig, Kubikmeter, im Bauamtsdeutsch sprechen wir von Kubikmetern - Pavillon kann genehmigungsfrei aufgestellt werden; im privaten Garten dürfte das Einzimmerhaus sogar vierzig Kubikmeter groß sein. Auf die Nasszelle muss dabei allerdings verzichtet werden, doch diesbezüglich lassen sich auch andere Methoden finden.

Um flexibel auf das vorhandene Gelände reagieren zu können, wurde die Grundfläche so klein wie möglich gehalten, so dass nur ein schmaler Streifen den Boden berührt. Das heißt, die Auskragung ist nicht nur eine Auskragung, die Form und Raum bestimmt, sondern die darüber hinaus einen Zweck. Obwohl der Pavillon nur ein Entwurf ist und an bestimmten Details noch gearbeitet werden muss, war die Zustimmung auf der Messe groß. Die modulare Bauweise lässt zudem Sonderwünsche des Kunden offen. Außerdem bietet der Pavillon nun eine weitere Arbeitsgrundlage, um die dazugehörige Innenausstattung entwerfen zu können: ein passendes Bett, Sofa, Tisch und vieles mehr.

Auch haben wollen….

Vögel soweit das Auge reicht…

Mittwoch, Januar 21st, 2009

Möwen, Elstern und Raben als Killer? Vor dem Jahr 1963 ein ziemlich abwegiger Gedanke. Doch seitdem wissen wir, dass Federtiere auch Furcht einflößende Angreifer sein können! Was in jenem Jahr geschah, fragen Sie? Alfred Hitchcocks “Die Vögel” hatte Kinopremiere. Nun schreiben wir den 18. Januar 2009, es ist Sonnenuntergang im Colombipark in Freiburg. Tausende von mir unbekannten Vögel versammeln sich, aus dem Bäumen ist lautstarkes Zwitschern zu vernehmen, welches auch Nachts nicht verstummt und dann beginnen die spektakulären Flugformationen. Ich habe so etwas wirklich noch nie gesehen… Was sind das für Vögel? Weshalb treffen sie sich zum Sonnenuntergang? Weshalb schlafen sie Nachts nicht? Wer kennt des Rätsels Lösung? Bitte um Info!

Meine  Freundin hat es gefilmt, wenn es euch interessiert geht es hier weiter: http://www.youtube.com/watch?v=DrK4Dk3T5iw&feature=channel

So, meine Finger sind voller Farbe. Ich habe heute Abend ein lustiges Geschenk für einen Freund gebastelt und werde euch in Kürze auf dem Laufenden halten, was dabei rausgekommen ist :-)

Kakao & Liebe

Sonntag, Januar 18th, 2009

Zeit und Muße bei heißer Schokolade und einem guten Buch. Das liebe ich!

Gestern kam eine Reportage in Arte über Gianluca Franzoni aus Italien, einem Avangardisten in Sachen Schokoladenherstellung. Ich habe Mal per Zufall auf einer Slow Food Messe ein Stücken seiner Schokolade probiert und bin seit dem diesem unvergleichbarem Geschmack verfallen. Er produziert ohne Zucker und ohne Milch. Die Herstellung ist so aufwändig, vergleichbar wie bei den Spitzen Rebsorten von den teuersten Weinen.

mehr Infos unter: http://www.shop-quintessenz.de/shop.php?domori-schokolade

Nach der spannenden Reportage (könnt ihr euch noch eine Woche online ansehen unter  http://www.arte.tv/de/programm/242,day=1,week=4,year=2009.html ) habe ich mit meiner Mutter einen Nachtflohmarkt in Freiburg besucht. Hier habe ich diese zwei süßen Holzfigürchen für sage und schreibe 5 Euro aus den 60iger Jahren erstanden. Sind sie nicht süß?

Außerdem ein Buch von 1963 mit dem Titel: “Die Blumen des Herrn Albin.” Untertitel: “Tagebuch eines Sanftmütigen”

Diese herrlich illustrierte Geschichte handelt von einem armen Junggesellen in einer großstädtischen Hinterhofmansarde, der das Leiseste und Zarteste seines Lebens hütet wie seinen Augapfel: Blumen.

Ob idyllisch oder problematisch, immer sind Albins Erlebnisse mit Blumen, Frauen, Freunden beschwingt durch jene Heiterkeit, die eine höhere Stufe des Menschlichen bedeutet und Zeugnis gibt vom gelassenen Drüberstehen des stilvollen Lebenskünstlers und echten Philosophen.

Ich habe das Buch am heutigen verregneten Sonntag mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht verschlungen…herrlich!!!

Mein Haus, mein Auto, mein Boot…

Montag, Januar 5th, 2009

Ich konnte ja nicht wissen, welche Reaktionen ein paar Bilder aus der Natur auslösen…

Heute kam gleich eine Mail von einem Freund von mir aus USA, mit Bildern “seines” Hausberges und folgendem Kommentar:

(OLi schreibt:) Halli Hallo,
Das ist der Ausblick von unserem Hausberg www.bogusbasin.com  auf 2000 Meter Höhe über das Hinterland,  an der Grenze zwischen den Rocky Mountains und der Wüste, in Boise, Idaho…da wo verstreute Waldkircher wohnen und aus der Ferne dem Ines Bitsch Imperium neue Reichweite schaffen :)
Beim Knipsen sind mir allerdings schier die Finger ab gefroren…

Danke Oli für deine genialen Fotos und viele Grüße an alle Waldkircher auf der ganzen Welt :-)