Archiv für die ‘Selbstgemachtes’ Kategorie

Die 11

Montag, Januar 31st, 2011

Jede Menge Strandschönheiten in Rio bei 40°, in der Stadt die niemals schläft.

So hat mein Jahr begonnen bei viel Sonnenschein und Musik. Obwohl ich beruflich in Brasilien war, konnte ich mich dem öffentlichen Leben hier natürlich nicht entziehen. Wohin man ging, Musik, Musik, Musik…

Nach fast zwei Jahren Bauzeit sind die Luxus Appartements an der Copacabana fast fertig gestellt. Nun ging es darum Möbel und Einrichtungsgegenstände zu kaufen. Dies stellte eine besondere Freude für mich dar, denn die ganzen Wohnungen werden ausschließlich mit Design Klassikern aus den 50er und 60er Jahren ausgestattet. Wenn man an Rio denkt, denkt man sicherlich nicht an Antiquitäten, aber hier gibt es vieles, was Kunstliebhaberherzen höher schlagen lässt.

Zum Beispiel Möbel von Sergio Rodrigues. “Den Möbeln in Brasilien fehlte die Art der nationalen Identität, zu der die Architektur von Oscar Niemeyer, Lúcio Costa und deren Kollegen gefunden hatte.”1956 gründete Sergio Rodrigues in Ipanema, Rio de Janeiro, ‘Oca Industries’, eine Marke, die über Jahrzehnte zum Inbegriff des modernen brasilianischen Möbeldesigns wurde. Der gelernte Architekt übernahm traditionelle Materialien wie Leder, Eukalyptus und das Holz des Jacaranda Baums. Die Nähe seiner Entwürfe zu den Ikonen brasilianischer Kultur brachten ihm 1961 auf der ‘IV. Concorso Internazionale del Mobile’ (Italien) großen Erfolg ein: er wurde für seinen ‘Mole Chair‘ mit dem ersten Preis ausgezeichnet und das MOMA in New York nahm ihn in die ständige Sammlung für Design auf. Mit seiner großen Leidenschaft für Holz entwickelte er einfache, zum Teil aber auch hochkomplexe Holzkonstruktionen für den modularen Hausbau. Zu seinen bemerkenswertesten Entwürfen zählen u.a. die Brasilianische Botschaft in Rom, die Universidade de Brasilia, der Palacio dos Arcos, das Teatro Nacional in Brasilia und der Firmensitz von Editora Bloch in Rio de Janeiro.

In Antiquitätengeschäften wie in diesem hier, wurde ich fündig und ohne zu übertreiben, aber was ich da unter anderem in einem der Hinterhöfe entdeckte, hat mir fast den Atem verschlagen…

Stellt euch vor…ganz versteckt stand hier ein alter Louis Vuitton Koffer aus dem Jahr 1890 (!). Ein absolut unverkäufliches und handgefertigtes Unikat. Die Besitzerin ist Brasilianerin und hat den Koffer in der hiesigen Werkstadt aufarbeiten lassen. Der Antiquitäten Händler erzählte, dass er in seinem dreißig jährigen Geschäftsleben noch nie so ein kostbares Stück bei ihm im Hause hatte. Der Koffer gehörte dem Uhrgroßvater der Besitzerin, welche wiederum mit dem Loreal Chef Paris verheiratet ist und eigentlich in New York lebt. Also… wenn dieser Koffer Geschichten erzählen könnte…

Szenewechsel, ein Antiquariat mitten in der Stadt. Ich werde aufgrund der Auslage der wilden Barbies aufmerksam. Drinnen ertönt über Plattenspieler Miles Davis, irgendwie ganz lässige Atmosphäre, ich tauche ein in eine längst vergangene Zeit und werde aufs Neue fündig…

Ich hatte nicht damit gerechnet in Rio alte deutsche Zeitungen zu finden, aber eine Konstanze, eine Quick und noch das ein oder andere Exemplar aus den 30er Jahren gehörten als stilmäßige Ausstattung der Appartements zu meiner Beute. Und weil ich das Plattenspielererlebnis so berauschend fand, lief ich mir auf einem Flohmarkt die Haxen ab, bis ich beglückt einen alten Phillips Plattenspieler samt Bossa Nova Scheiben fand.

Flohmarkt? Retro? Irgendwie habt ihr euch Rio ganz anders vorgestellt? Klar, wie ihr hier sehen könnt gibt es auch die weltweit berühmte Seite. Zwei Millionen Menschen an der Copacabana an Silvester…Feiern bis der Arzt kommt :-)

Identität zeigen…

Montag, Oktober 4th, 2010

Im Dirndl aufs Oktoberfest gehen alle! Weshalb nicht nur zeigen was man hat, sondern auch wo man herkommt? Ich komme nun Mal aus dem Schwarzwald und da bin ich stolz drauf. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, auf das diesjährige Oktoberfest in München in einer Schwarzwälder Tracht samt Bollenhut aufzukreuzen…

Das war sehr lustig und wirklich sehr Aufsehen erregend. Ganz viele Menschen unterschiedlichster Nationalitäten haben mich angesprochen, wollten ein Foto von mir, wollten den Bollenhut anfassen. Ich hörte Kommentare wie: “Das ist mal eine ehrliche Tracht”, oder “Ohhh wie schön, der Schwarzwald ist auch vertreten” und vieles mehr. Mir wurde bewusst, dass der Bollenhut eine multisympathische Marke ist, die wirklich fast jeder kennt. Ich fühlte mich durch und durch wohl in meinem Outfit und kann allen Schwarzwälder Mädels nur empfehlen, diesen kleinen Identitätstest bei nächster Gelegenheit einmal selbst aus zu probieren.

Derzeit kann man einen richtigen hipe zu dem Thema Schwarzwald verzeichnen. Wie z.B. hier im Kaufhaus Breuninger in Freiburg werden Schwarzwaldmädels großformatig angepriesen. Marianne Mack (Gattin des Europapark Besitzers in Rust) hat ihre erste Schwarzwald Lady Kollektion auf den Markt gebracht, um die Schwarzwälder Trachten wieder salonfähig zu machen. Es entstehen neue Geschäftsideen wie z. B. diese hier: http://www.heimatsinn-schwarzwald.de

Kuckucksuhren, Trachten, Schwarzwaldidyll: Die süddeutsche Provinz wird nicht unbedingt mit urbaner Street Art in Verbindung gebracht. In seinen Uhren-Skulpturen lässt der Künstler Stefan Strumbel Rebellentum und Tradition heftig aufeinanderprallen - und hat Erfolg.

http://www.stefanstrumbel.com/

Als der “Stern” im vergangenen Jahr Karl Lagerfeld zu dessen 75. Geburtstag sieben Seiten widmete, stand der Geschichte ein eigenartiges Foto voran: Der Jubilar ist darauf im Profil abgebildet, rechts von ihm hängt eine überdimensionale Kuckucksuhr an der Wand, verziert mit grellbunten Schnitzereien und einer Sprechblase. Der Text: “What the fuck is Heimat?”

Für den Leser blieb das ungetüme Ding ein Rätsel. “Lagerfeld mit Kuckucksuhr-Skulptur in seinem Studio in Paris. Ein Selbstporträt des Meisters eigens für den ‘Stern’”, hieß es schlicht in der Bildunterschrift. Für Stefan Strumbel, 29, jedoch war es nichts weniger als “der Ritterschlag”. Als Lagerfeld seine Strumbel-Uhr geschenkt bekam - es war ein Mitbringsel der Offenburger Hubert Burda Media zu einem Fotoshooting für ein Frauenmagazin - verglich er sie mit einem “Blumenstrauß aus Nizza”, er sagte: “Ein neuer Ausdruck von deutscher Kultur, das ist sehr stimulierend.” Und nicht nur das, Strumbel hat es sogar nebst internationalem Erfolg in die New York Times mit dem Thema Heimat geschafft. Mehr dazu in diesem Artikel:

http://www.nytimes.com/2010/02/04/realestate/04location.html?_r=1&scp=1&sq=strumbel&st=cse

Nach dem vielen Feiern haben wir HEIMWEH. Bleibt uns nur, glücklich und zufrieden “NACHHAUSE” zu schwelgen…

- The End -

Sommer Sonne Sonnenschein

Freitag, Juni 11th, 2010

Ich bekomme sehr oft folgende Fragen gestellt: Wie hast du mit deiner Firma begonnen? Wie organisierst du dich? Wie bekommst du Kunden?

Dazu möchte ich euch ein paar Bücher vorstellen, die mir selbst sehr hilfreich waren und mich sehr inspiriert haben. (Leider nur in englisch erhältlich)

Handmade Nation ISBN:9781568987873

Es gibt mittlerweile ein Phänomen, es wir von crazy crafting gesprochen. Eine große Welle, die aus den USA kommt, aber Wogen weltweit schlägt. In diesem Buch werden ganz verschiedene kreative Menschen mit ihrer Start up Geschichte vorgestellt. Das Buch ist begleitend zu einem Doku-Film entstanden, der leider bei uns noch nicht zu sehen ist. Sehr inspirierend! Es gibt auch einen Blog dazu unter: www.handmadenationmovie.com

Craft inc. ISBN:13978081185836-6

Hier geht es darum aus seinem kreativen Hobby ein Business zu machen. Bei mir war es das Bauen und Gestalten, aber dass kann bei jedem etwas anderes sein. In diesem Buch werden auch sehr viele erfolgreiche Firmen vorgestellt und es werden einem sehr viele praktische Tipps für die Existenzgründung gegeben.

The Handmade Marketplace ISBN:9781603424776

Hier geht es ganz gezielt um Strategien, wie man online weltweit erfolgreich selbstgemachte Produkte verkaufen kann. Auch immer mit Beispielen und Storys von erfolgreichen Onlineverkäufern/innen. Das Buch ist auch ein gutes Beispiel, wie die Craft Szene international zusammenarbeitet, sich wohlgesonnen ist, sich gegenseitig empfiehlt und so auch als Community ungewöhnliche und neue Wege beschreitet. Sehr empfehlenswert!

Hey, ist es wirklich schon Sommer? Kaum zu glauben, nach dem vielen Regen und den nasskalten Tagen. Die Kinder am Fluß haben das sofort begriffen, getreu dem Motto: “Pack die Badehose ein.”

In meinem neu angelegten Gemüsegarten wächst und gedeiht alles ganz fantastisch und schon seit Tagen gibt es frischen Salat, Radieschen und seit neustem auch schon die ersten zuckrig süßen Erdbeeren.

Unter dem Aspekt der Wirktschaftlichkeit kann man den eigenen Gemüseanbau natürlich nicht betrachten. Ein Salatsteckling kostet 20 Cent, ein augewachsener Salat im Supermarkt 29 Cent. Denoch muss ich gestehen, dass mich meine Überproduktion an Biogemüse mit ganzem Stolz erfüllt:-)

Wann habt ihr das letzte Picknick gemacht? Das ist doch wirklich ein Grund anzustoßen.

Um den Sitzbereich etwas abzuschotten, haben wir am Wochenende einen Sichtschutz aus Haselnußweiden angebracht. Sieht noch etwas nüchtern aus, aber rankendes Grün ist schon gepflanzt. Hier eine Abendstimmung aus meinem Gemüsegarten…nach einem arbeitsreichen Tag kann ich hier voll und ganz entspannen und wieder viel Energie tanken.

Love Affair With EVERYDAY LIVING

Montag, April 12th, 2010

Zugegeben, etwas GARTENverrückt muss man schon sein, wenn man sich eine knapp 2000 qm große Wiese direkt an einem Fluß kauft. Aber das bin ich: absolut grünsüchtig, wild darauf, meine Hände in gut duftender Erde zu vergraben und anzupflanzen, was das Zeug hält… Für mich ist das die beste Art der Entspannung — und ich kann davon einfach nicht genug bekommen!

Letztes Jahr im Sommer habe ich mir glücklicherweise diesen lang gehegten Wunsch erfüllen können. Nach jahrelanger intensiver Suche fand ich endlich ein kleines Naturparadies, nicht weit von meinem Wohnort gelegen.

Im letzten Herbst ließ ich acht Obstbäume vom Gärtner anpflanzen. Einen wunderschönen Apfelbaum gibt es zwar schon, aber ich habe mich für bunte Vielfalt entschieden. Folgende Obstsorten sollen hier blühen und Früchte tragen:

ein Apfel “Roter Boskoop”

ein Apfel “Freiherr von Berlepsch”

eine Zwetschge “Hanita”

eine Süßkirsche “Regina”

eine Mirabelle “von Nancy”

eine Birne “Gräfin von Paris”

eine französische Aprikose

und ein roter Weinbergpfirsich

Der nächste Schritt für dieses Frühjahr wurde gestern gemacht: mit familiärer Unterstützung habe ich ein Gemüsebeet angelegt.

Morgens waren wir schon die ersten an der Grünschnittstelle und haben uns mit reichlich Pflanzenerde eingedeckt. Hier mein Cousin Frank — schon unverschämt gut gelaunt.

Aus Bauholzdielen haben “wir” (ääähem… ich meine Frank ! Vielen lieben Dank nochmal an dieser Stelle!) stabile Rahmen gebaut, die Grasnarbe abgelöst und die künftigen Hochbeete genau ausgerichtet. Um genau zu sein - sehr präzise ausgerichtet, denn die Jungs waren beim Ausmessen außerordentlich penibel…

Nach dem Abstechen des Bodens ist wunderbare Erde zum Vorschein gekommen. Wir konnten es selbst nicht glauben: butterweich, ohne Steine und mit wunderschöner Farbe. Das liegt sicherlich daran, dass zuvor 15 Jahre Nachbars Schafe hier geweidet haben. Das dürfen sie natürlich immer noch, nur ganz gezielt und umzäunt, sonst bleibt vom künftigen Gemüsegarten nicht mehr viel übrig. Hier meine lebenden Rasenmäher. Sind sie nicht süß?

Bis wir die zwölf Beete platziert und mit insgesamt vier Kubik frischer Pflanzenerde befüllt hatten, dauerte es schon den ganzen Tag. Zum Glück wurden wir zwischendurch immer wieder mit etwas Sonne belohnt.

An tatkräftiger Unterstützung hat es natürlich auch nicht gefehlt. Hier Tim bei der Arbeit — und ich möchte jetzt bitte keinen Kommentar hören von wegen Kinderarbeit und so :-)

Auch ein wildfremder Junge aus der Nachbarschaft stand auf einmal da und hat fleißig bei den Aufräumarbeiten rund um einen frisch gefällten Baum mitgeholfen. Man beachte bitte die coole Sonnenbrille und den hoch konzentrierten Blick.

Am späten Nachmittag hatten wir unser Werk vollendet. Nun kann ich es kaum erwarten, kleine Pflänzchen einzusetzen. Vielleicht fragt ihr euch, warum wir uns für Hochbeete entschieden haben. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es wesentlich rückenschonender ist, so zu arbeiten (Ich werde auch nicht jünger). Kleiner Effekt am Rande: Die Schnecken bleiben somit auch etwas auf Abstand.

Das ist erst der Anfang. Ich habe noch viele Gartenträume, z. B. den von einem Rosengarten, einem Badehaus samt Badesteg, einer Outdoorküche usw. Ich werde euch weiterhin von meinem kleinem Countryprojekt berichten. Versprochen!

Bis bald, eure GARTENkatalogverschlingende Ines

Verweilen am Wasser…

Sonntag, August 2nd, 2009

… dieser Gedanke hat mich die letzten Tage inspiriert – und so ist ganz aktuell dieses Bild entstanden. Tusche und Aquarellfarben dienten dazu, die Stimmung aufs Papier zu bringen. Ich hoffe, es gefällt euch :-)

Mal abgesehen von dem vielen Regen, kam heute auch ab und zu die Sonne durch. Wer hat eigentlich sein Tellerchen nicht leer gegessen, dass wir so einen verregneten Sommer mitmachen müssen?

Plitsch, Platsch, Badespaß!

Montag, Juli 27th, 2009

Sonntag, 32 Grad. Was gibt es da Schöneres als in einem wilden See im Wald zu baden?

Verena, Michaela und meine Hunde Mimi und Pablo waren begeistert von allem, was es hier zu entdecken gab…

Letzte Woche habe ich zufällig mitten in einem Wald diesen versteckten Mini-Stausee gesichtet. Ein sehr schöner, ruhiger Ort zum Chillen mit reichlich Wassergeplätscher und Vogelgezwitscher. Die Girls haben nicht nur nach Herzenlust gebadet, sondern sich auch aus Binsen schönen Schmuck gebastelt. Hier die Bilder der Binsenweisheiten:

Hoffentlich habt ihr alle einen schönen Sommertag erlebt. Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche.

Eure Ines

Verena, 11 Jahre, möchte Modedesignerin werden

Donnerstag, Juni 11th, 2009

Was liegt da näher, als das Nähen zu erlernen?

Deshalb haben wir einen Näh-Nachmittag eingelegt und das Ergebnis, das ihr hier seht, hat sie wirklich selbst zustande gebracht. Angefangen vom Entwurf des Kleides, der Auswahl des Stoffes und dem Schneidern des Kleidchens. Natürlich brauchten wir noch passende Schuhe aus meinem Fundus für das Fotoshooting und fertig war das Supermodel!

Sooo stolz bin ich auf meine kreative kleine Freundin aus der Nachbarschaft!

home, sweet home

Freitag, Mai 15th, 2009

Es gibt so einen Traum, einen Traum vom autarken Leben im Einklang mit der Natur, ein einfaches, aber gesundes und glückliches Leben. Dazu eigenes Obst, Gemüse, Freunde, Familie. Die Feste feiern, wie sie fallen, umgeben von viel Land in der Natur. Am besten direkt am Fluss… um gut im Fluss zu sein:-)

Zugegeben -  eine ziemlich romantische Vorstellung. Dieser Traum schwirrt schon seit meiner Kindheit in meinem Kopf herum und kommt immer wieder zum Vorschein, diesmal in Form eines Bilds, das  einfach so aus dem Nichts entstanden ist.

Michelle Obama ist nur Eine von Vielen: Eigenes Obst und Gemüse zu ziehen oder Hühner zu halten, wird nicht nur in den Vereinigten Staaten zum Trend.

Die Brandeins (mein Lieblings Wirtschaftsmagazin) berichtet in der aktuellen Ausgabe ausschließlich von dieser Art der neuen “Bodenständigkeit”: “Gegessen wird immer” und “Ackern für sich, anstatt für andere”.

Mehr zum spannenden Thema “Schwerpunkt Essen” und die Verbindung zwischen Ökologie und Lifestyle unter: www.brandeins.de

Für dich entdeckt!

Dienstag, April 28th, 2009

Ich habe heute einen supersüßen Blog (Internet-Tagebuch) entdeckt unter:

Blog für dich entdeckt

Kate ist eigentlich Studentin und bastelt gerne. Ihre netten Arbeiten aus Papier kann man auch erwerben. Gerade in England und USA ist es mittlerweile trendy, Dinge selbst zu machen, und auch zu verkaufen. Man spricht von “crazy crafting”. Die bekannteste Internetplattform hierzu ist etsy

Auf diesem Blog ist auch Kate’s Hochzeitsvideo zu sehen. Jetzt denkt ihr sicher: Hochzeitsvideo? Gääähn…! Also ich stehe auch nicht auf Hochzeitsvideos, aber bei diesem Filmchen geht euch das Herz auf, versprochen! :-)

Ihr könnt es anschauen unter:

Hochzeitsvideo

Viel Spaß dabei und bis bald! Eure Ines

Hoppel, hoppel… anstatt bunte Eierchen suchen!

Samstag, April 11th, 2009

Ich habe ich mich heute, an diesem herrlichen Tag, zu meiner Freundin Andrea ins Töpferatelier aufgemacht. Hier einige Beispiele von ihren unterschiedlichen Lasur-Rezepturen. Sieht das nicht wunderschön aus?

Andrea ist zwar heute Steuerberaterin, aber früher hat sie das Töpfern in Hamburg studiert und auch ein paar Jahre in Spanien von der Töpferkunst gelebt. Jetzt kommt aber der Hammer: Obwohl Andrea ein supertolles Atelier hat, hat sie seit sage und schreibe 12 Jahren (!) keinen Ton mehr zwischen den Fingern gehabt. Als wir den Ton auspackten, bekamen wir beide vor Aufregung und Freude im wahrsten Sinne des Wortes “keinen Ton mehr raus” und unsere Gesichter verwandelten sich in ein einziges breites Grinsen. Schon sehr lange Zeit hatte ich versucht, Andrea zu inspirieren, die in Vergessenheit geratene Liebe zu diesem Handwerk neu für sich zu entdecken. Unsere heutige Zusammenkunft war also ein  historischer, aufregender und nahezu alchemistischer Moment…

Nach einem herrlichen Frühstück im Grünen machten wir uns an die Arbeit und vergaßen die Welt um uns. Stundenlang haben wir an diesem schönen Schattenplätzchen verbracht und hatten sooo viel Zeit zum Quatschen, um Pläne zu schmieden und uns an unserer Beschäftigung zu erfreuen. Fun pur!

Bei mir entstand eine Waldundwiesenbrummbienenblumenvase. Hihi! :-)

Pablo und Mimi hatten auch ihren Spaß. Sie konnten endlich nach Herzenslust den Boden umgraben, haben beim Nachbar gierig und verbotenerweise das ganze Katzenfutter vor der Tür weggefressen und danach ausgiebig in der Sonne gechillt.

Tja, jetzt haben wir schon Karfreitag und ich habe im Vorfeld verschiedene Vorbereitungen getroffen, denn es stehen noch einige Osterbesuche an. Und natürlich möchte ich nicht mit leeren Händen dastehen. Deshalb habe ich mit meiner Freundin Moni beschlossen, dass wir unsere Ostergeschenke selbst basteln. Hierzu haben wir uns die Tage getroffen und innerhalb kürzester Zeit sah es bei mir wie auf einem kreativen Schlachtfeld aus. Rausgekommen sind diverse “Kitsch-as-Kitsch-can-Osterkissen” und kleine Anhänger in Herzen- bzw. Apfelform. Moni hat die Nähmaschine rattern lassen was das Zeug hielt und Unmengen von Hasen aus Stoff produziert. Echt süß! Hätte sie nicht aus lauter Vorfreude vergessen, das Licht an ihrem Auto auszumachen, wäre der Tag fast perfekt gewesen. Aber wir sind ja große Mädchen und mit Überbrücken hat es dann auch noch geklappt. Ich bin diese Woche auch ohne Sprit stehen geblieben… und es hat mich gleich ein edler Prinz mit schicken Cabrio gerettet. Aber das ist eine andere Geschichte:-)

Ende gut, alles gut! Hier einige Impressionen vom Moni-Ines-Oster-Basteltag:

Hey ihr da draußen! Ich wünsche euch gaaanz tolle Ostertage. Vielen Dank für euren Zuspruch und die vielen unbekannten Ostergrüße.

Lasst es euch richtig gut gehen. Bis bald! Eure Ines.

Madame Pomme

Donnerstag, März 5th, 2009

Gestern hatte ich so richtig Lust auf Farbe und Frühling. Förmlich aus dem Pinsel floss mir diese Madame Pomme….nun strahlt sie mich unentwegt an und bestraft mich mit ihrer guten Laune und einer ausgelassenen Heiterkeit:-)

Das es eine Apfeldame geworden ist, hat sicherlich damit zu tun, dass eine Freundin von mir in Frankreich derzeit ein schönes Ferienhäuschen zur Vermietung hergerichtet hat und es heißt “Maison Pomme”. Bald gibt es hier mehr Infos, ein Newsletter ist schon in Arbeit.

Also, mein Tipp: Iss jeden Tag ein Apfel, dann siehst du immer schön “kernig” aus. 

*smile*

Der Valentinstag steht vor der Türe

Mittwoch, Februar 11th, 2009

Der 14. Februar ist der Tag der Liebenden. Also, liebt euch schön und vergesst die Rosen für eure Liebsten nicht…Falls keine Rosen zur Hand, kann ein Schaf mit Schleifchen auch wahre Wunder bewirken.

Die letzten Tage vergingen wie im Flug und meine zwei Rabauken Mimi und Pablo machen sich ein schönes Leben mit Vollverpflegung, Streichel-Einheiten und jeder Menge Unfug. Nach sechs Tagen Hundemutterdasein kann ich nur sagen, Hunde und Hundebesitzer werden einfach netter behandelt. In einem Tierfachgeschäft gab es gleich das Angebot einem kostenlosen Welpenclub beizutreten und dafür mit zwei Rucksäcken voll Leckerlis zu je 60 Euro Warenwert belohnt zu werden. Die Rücksäcke passten hervorragend in den neuen Hundekorb XXL, mitsamt Flohpulver, Shampoo, Halsbändchen und Flyer der besten Welpenschule (”die müssen sie unbedingt probieren, tooooll sage ich Ihnen”). Beim Tierarzt wurden mir liebevoll, verständnisvoll und geduldig die ersten Welpen-Gesundheits-Maßnahmen erklärt…immer mit dem Satzende…och, sind die süüüüüüß…dabei habe ich die Hunde gar nicht dabei gehabt, sondern nur davon erzählt. In diesem Moment wünschte ich mir selbst ein Hund zu sein und nicht Patient von Ärzten, die dank der Gesundheitreform am Existenzminimum knabbern und ihre daraus resultierende schlechte Laune am Patienten auslassen.

Ach…und falls ihr doch noch ein kleines Geschenk zum Valentinstag kaufen möchtet, kann ich euch dieses entzückende Büchlein ans Herz legen. Rob Ryan ist ein Scherenschnittkünstler wie es in diesem Buche steht. Sehr empfehlenswert! http://www.amazon.de/This-Is-for-You/dp/0340933674/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1234386112&sr=8-1

 

Ich wünsche euch ein windstille Woche,

eure Ines

Katz und Maus…oder Gegensätze ziehen sich an

Mittwoch, Februar 4th, 2009

Was alles dabei rauskommt, wenn ich beginne eine heiße Schokolade zu schlürfen, zu Stiften greife und die Nacht hereinbricht…

Ich bin wie eine Katze Nachtaktiv und die besten Ideen und kommen mir, wenn alle Geräusche runterfahren, es ganz still wird, die Bordsteine hochgeklappt sind und ich nach Lust und Laune loslegen kann. Ohne auf die Uhr schauen zu müssen, ohne Telefon, oder sonstige Störung. Das ist das Gute an der Selbstständigkeit, immer dann zu arbeiten, wenn es am besten läuft…und das ist bei mir eben Nachts.

Für die nächsten Monate habe ich viele Pläne geschmiedet und einer dieser Pläne ist es, mir ein neues Büro einzurichten. Ich habe bislang auf 2 qm meine Rechner stehen und regiere von hier aus die Welt :-) Ein weiterer freier Schreibtisch (eine Etage tiefer) benütze ich immer für Zeichnen und Kreativarbeiten. Materialien, Ordner, Unterlagen, alles stapelt sich und ich weiß nicht mehr wohin damit….wer kennt das nicht? Und wenn ich am werkeln bin, herrscht überall Chaos…das macht mich WAHNSINNIG - deshalb, eine neue Lösung muss her!

Mein Plan ist es, alles in einem Raum unter zu bringen und ich habe mir hierzu eigens multifunktionale Arbeitsmöbel entworfen, welche ich vom Schreiner bauen lassen möchte. Natürlich habe ich mir etwas ganz besonderes einfallen lassen und ich muss jetzt erst einen geeigneten Handwerksbetrieb finden, welcher meine Wünsche und Vorstellungen umsetzten kann. Wie die Entwürfe aussehen ist natürlich noch geheim, aber ich werde euch die nächsten Wochen auf dem Laufenden halten, wie es weiter geht.

Ich sage nur soviel, ich möchte nicht, dass mein Büro wie ein Büro aussieht und es soll so sein, dass es Lust macht sich kreativ aus zu toben und somit einen neuen “Lebens-Arbeits-und Entpannungs-FREIraum” darstellt…ihr könnt also gespannt sein :-)

pimp my clock

Sonntag, Januar 25th, 2009

Das heißt soviel wie aufmotzen, tiefer legen und Spaß haben…

Ein Freund von mir (ich nennen ihn E.), wünscht sich schon seit sehr langer Zeit eine schöne, kitschige Popart-Schwarzwald-Kuckucksuhr. Nichts leichter als das, denn auf einem Flohmarkt von letzter Woche erstand ich diese handgeschnitzte Schwarzwälder Uhr für nur 25 Euro(!). Es war ein günstiger Preis, aber auch nur deshalb, weil dem Verkäufer bei der Demonstration der Uhr, die Kette riss und diese im Uhrwerk verschwand. Auf gut Glück habe ich die Uhr dann doch gekauft mit der Idee, sie einem Uhrmacher zu bringen. Am selben Abend traf ich meine lieben Nachbarn auf der Straße, (ich nenne sie hier die H’s) und dann fiel mir plötzlich ein, dass Herr H. ein Hobby “Uhr”uloge ist. Jedenfalls hat er mit viel Liebe in seinem Heizungskeller an seinem Uhrenarbeitsplatz die Kette wieder feinsäuberlich eingefädelt und siehe da, der Kuckuck machte wieder Kuckuck. Vielen Dank an die H’s. Nicht nur für die Reperatur der Uhr, sondern auch für das köstliche Abendessen, zu dem ich nach der Uhren-OP spontan eingeladen wurde.

Mit etwas Farbe und einer ruhigen Hand verwandelte ich die Uhr nun in ein Kitschobjekt der Begierde von E. Als ich gestern E. die Uhr schenkte, bekam dieser auch noch das Uhrwerk zum Laufen. Es geht halt nichts über die gute, alte Mechanik. Leider möchte E. jetzt noch mehr Uhren in diesem Stil…das habe ich jetzt davon. Aber es gibt ja auch noch Geburtstage, Feiertage und ich bin immer froh, wenn ich eine Geschenkidee für Freunde habe, denen man eigentlich gar nichts schenken kann, weil jeder ja schon alles hat.

Für was ein Blog alles gut ist…denn hier haben wir des Rätsels Lösung der vielen Vögel in Freiburg, im Colombipark. Danke!!! Das ist ja besser hier als Wikipedia:-)

Christel aus Gütersloh antwortet auf den letzten Blogeintrag: Es handelt sich um Stare (Zugvögel), die sich sammeln. An den Schlafplätzen können sich bis zu einer Million Vögel einfinden. Dies insbesondere zur Zugzeit. Die Flugform ist teilweise “tornadoartig”, wie der Film auch ganz gut zeigt. 
Ganz liebe Grüße von Christel und auch von Andreas (Hobby-Ornithologe)

Hier nochmal ein Filmchen auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=3ZjiB8NnVMQ

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche, bis bald, eure Ines